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Die Karma Kagyu Linie - Eine lebendige Überlieferung

Innerhalb des tibetischen Buddhismus entwickelten sich mehrere Traditionen (Überlieferungslinien). Alle diese Traditionen haben sich auch in den Westen verbreitet. Eine davon ist die Karma-Kagyü-Linie.

Diese geht auf den indischen Meister Tilopa und seinen Hauptschüler Naropa zurück.
Im 11. Jh. brachte der große Übersetzer Marpa die Lehren nach Tibet, wo sie fast vollständig erhalten werden konnten.
Der große Yogi-Dichter, Milarepa, und der Begründer der monastischen Kagyü-Tradition, Gampopa, gaben die Lehren weiter an Düsum Khyenpa, den Kenner der drei Zeiten. Dieser wurde später bekannt als der I. Gyalwa Karmapa, der Begründer der Karma-Kagyü-Linie.
Auf ihn geht das Tulku-System in Tibet zurück, eine lückenlose Kette bewußter Wiedergeburten von spirituellen Meistern.

Der 16. Karmapa Rangjung Rigpe Dorje (1924-1981) reiste Anfang der 70er Jahre erstmals in den Westen und gründete zahlreiche buddhistische Zentren in Europa, den USA und Kanada.

Die jetzige Inkarnation, S.H. der XVII. Karmapa Ogyen Trinley Dorje, wurde 1985 in Osttibet geboren und lebte nach seiner Auffindung im Alter von 7 Jahren im Kloster Tsurphu, dem traditionellen Sitz der Karmapas in Tibet. Im Dezember 1999 floh er über den Himalaya nach Dharamsala, Indien, um mit Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama und den großen Lehrern der Karma-Kagyü-Tradition zusammenzutreffen.
Obwohl er noch sehr jung ist, füllt der Karmapa die Funktion des Oberhaupts der Karma-Kagyü-Line bereits vortrefflich aus.